erstellt für die Jahreshauptversammlung am 15.05.2017

Zu Beginn meines Berichtes möchte ich Ihnen die aktuellen Kinderzahlen aus unserer gesamten Kindertagesstätte nennen.

 

Unser pädagogisches Angebot nutzen bis zum Kindergartenjahresende im Juli 111 Kinder.
Davon kommen 20 Kinder teilweise mit dem Bus aus dem Stadtteil Sackenbach. 22 Kinder besuchen unseren Kindergarten aus der Altstadt Lohr oder anderen Stadtteilen und Gemeinden. 24 Kinder ab 12 Monaten sind derzeit in unseren Krippengruppen Zwergenland und Wichtelgruppe angemeldet. Ausgebucht ist unsere Schulkindbetreuung mit 15 Schulkinder aus den Grundschulen Lohr und Sackenbach.

Im Juli werden voraussichtlich 14 Vorschulkinder unsere Einrichtung verlassen.

Nach zwei Jahren wohlbehüteter Auslagerung im Pfarrhaus St. Pius war unserer Arbeit in diesem Jahr mit den Kindern und im Team natürlich ganz und gar auf den Wiedereinzug in unsere generalsanierte Kindertagesstätte ausgerichtet. So wählten wir uns das Jahresthema "Wer schafft denn da". Unter diesem Motto lernten die Kinder ganzheitlich in verschiedenen Projekten und pädagogischen Angeboten die Berufe der Handwerker kennen, die im letzten halben Jahr am Umbau beteiligt waren, z. B. Elektriker, Installateur und Heizungsbauer, Fließenleger, Maler und Verputzer usw. Als im März endlich absehbar war, dass wir Anfang April in der neuen Kita starten können, planten wir gemeinsam mit den Kindern unseren Wiedereinzug. Die Räume mit dem neuen Mobiliar wurden besichtigt, Kisten wurden gepackt und in den letzten zwei Wochen konnten die Kinder ihre Gardobenplätze wählen und ihre Spielräume mit ihren Spielsachen füllen.

Am 3. April nahmen wir den Kita-Betrieb in einer großen, hellen und moderen Kita auf. In den ersten Tagen waren die Kinder oft überwältig von den vielen Spielmöglichkeiten und sie machten sich auf viele interessante Entdeckungsreisen durch die einzelnen Räume mit ihren verschiedenen Funktionen. Ganz neu sind der Forscherraum, das Sinneszimmer mit Licht- und Wassersäule und die Holzwerkstatt, die erst in der nächsten Woche  geöffnet wird. Jetzt nach knapp 5 Wochen können wir sagen, dass wir nicht nur umgezogen sondern auch angekommen sind und die Kinder ihre Spielbereiche mit immer neuen Ideen füllen.

Es bleibt aber noch einiges zu tun. Und so schauen wir schon auf unsere nächste Aufgabe. Die Weiterplanung und Umgestaltung unseres Außenspielbereich. Auch hier möchten wir wieder unsere Kinder miteinbeziehen und ihnen einen Erlebnisraum für viele spannende Natur- und Bewegungserfahrungen schaffen.

Zudem gilt es noch den Höhepunkt dieses Jahres, die offizielle Einweihnungsfeier unserer Kindertagesstätte, in Zusammenarbeit mit Träger und Elternbeirat, zu planen und durchzuführen. Diese wird am Sonntag, den 25.Juni ab 10 Uhr stattfinden.

Ein weiterer wichtiger Bereich im vergangenen Jahr war für uns als Team, die komplette Überarbeitung unserer pädagogischen Konzeption. Punktgenau zur Jugendamtsbegehung im März  konnte diese mit einer Beschreibung aller pädagogischen Bereiche unserer Kindertagesstätte vorgelegt werden.

Einen Bereich, der den wichtigsten Teil unserer Arbeit mit den Kindern beschreibt möchte ich Ihnen jetzt kurz vorlesen:

Die Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung

 

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend gespielt hat, solange man klein ist,
trägt man Schätze mit sich herum,
aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann“

von Astrid Lindgren

Das Spiel ist für Kinder eine typische und natürliche Art, sich mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen und umfassend zu lernen. Kinder müssen spielen, da das Spiel für sie der Hauptinhalt ihres Lebens ist und die Grundlage für Schulfähigkeit, Schulbereitschaft und ein gesundes Erwachsenleben bildet. Durch das Spiel werden alle Bereiche gefördert, die die Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung des Kindes ausmachen. Das Spiel ist eine elementare menschliche Ausdrucksweise. Es ist die zweckfreie, spontane, freiwillige, von innen heraus motivierte, lustbetonte und fantasiegeleitete Beschäftigung und Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt. Deshalb ist es uns wichtig, Kindern Räume zu geben, in denen sie eine interessante Vielfalt an Spiel,- Lern,- und Erfahrungsmöglichkeiten finden, in denen sie ihre eigene Persönlichkeit stärken und ihre Interessen vertiefen können. Die Kinder brauchen eine Freispielzeit in der sie spielend lernen, in der sie selbst entscheiden können, wo, wie, mit wem, wie lange und was sie spielen möchten. Wir als Personal stellen den Kindern hierfür Erlebnis- und Funktionsräume zu Verfügung.

Nach dem Motto „Kinder brauchen weniger Spielzeug —
Kinder brauchen mehr Zeug zum Spielen“

 

Insgesamt umfasst unsere Konzeption 37 Seiten. Sie liegt im Elternbereich aus und ist auf unserer Hompage nachzulesen.

Ebenso sind auf unserer Homepage Berichte mit Fotos zu besonderen Projekte und Angeboten wie, unsere Erntedankfeier im Oktober, der Blaulichttag beim THW, der Vorschulausflug in den Erlebnispark nach Schweinfurt, die Marienandacht an der Siedlungsgrotte mit Pfarrer Johannsen und vieles mehr zu finden.

An dieser Stelle denke ich, das es Zeit ist meinem Team herzlich für eine engagierte Mitarbeit bei der Neugestaltung der Konzeption und ebenso für die wertschätzende und kindorientierte pädagogische Arbeit in diesem überaus arbeitsreich Jahr mit vielen Überstunden, vor allem in den Tagen des Wiedereinzugs, zu danken. Wir haben alle viel von Euch gefordert und ihr habt es dennoch immer wieder geschafft, eine hervorragende pädagogische Arbeit zu leisten.

Den Dankesworten von Karin Heilgenthal an unseren Elternbeirat und den mithelfenden Eltern möchte ich mich ebenso herzlichst anschließen.

Zu guter Letzt gilt mein Dank allen Verantwortlichen unserer Generalssanierung für das gemeinsame Planen, die Durchführung und das Finden von Lösungen bei den einen oder anderen Schwierigkeiten.

Vielen Dank unserer Vorstandschaft für die vielfältigen Talente, die euch alle ausgezeichent haben, beim Meistern der unterschiedlichsten Aufgaben und Herausforderungen während der Planung, des Umbaus, des Wiedereinzugs bis zum heutigen Tag.